Im Namen des Volkes – UDBA – Urteil Prates und klan Špiljak

Die Vorermittlungen kurzer Hand zu stoppen, kam für Špiljak nicht in Betracht, da schonzu viele Personen davon wussten und seine innenpolitischen Gegner ein Eingreifen gegen ihn verwendet hätten. Deshalb betrieb Mika Špiljak die Ermordung Đureković’s. 

 

Ursprünglich veröffentlichten Freitag, 12 März, 2010
Montag, März 15th, 2010
Teile des ersten urteils im Fallender Ermordung Stjepan Đureković
OBERLANDESGERICHT MÜNCHEN 
Aktenzeichen: 6 St 005/05 (2) 
3 BJs 27/04-2 (6) 
3 StE 2/05-2 (2)


IM NAMEN DES VOLKES 

URTEIL

Der 6. Strafsenat des Oberlandesgerichts München hat in dem Strafverfahren

gegen 
Prates Krunoslav,

wegen 
Mordes

aufgrund der am 13. Februar 2008 begonnenen Hauptverhandlung in der öffentlichen 
Sitzung am 16. Juli 2008, 
(S.1.)




Bereits zu Beginn des Jahres 1982 führte die Bundesfinanzinspektion Belgrad Vorermittlungen zur Aufdeckung illegaler Geschäfte bei der INA. Von diesen Vorermittlungen erfuhr Mika Špiljak als Mitglied des Zentralkomitees der kommunistischen Partei Jugoslawiens über seine dortigen Verbindungen. Mika Špiljak wollte eine Untersuchung gegen seinen Sohn (Vanja Špiljak45lines) mit allen Mitteln verhindern, da er fürchtete, seine politische Stellung könnte afgrund der Vorwürfe gegen seinen Sohn (Vanja Spiljak, 45lines) Schaden nehmen. Insbesondere vor einer Aussage Đurekovićs, der als an den kriminellen Geschäften unmaßgeblich Beteiligter auf Druck der Ermittler seinen Sohn massiv belastende Abgaben machen konnte, hatte Mika Špiljak Sorge, da dessen Aussage, als Mitglied der höchsten Führungsebene der INA, besonderes Gewicht haben würde. Die Vorermittlungen kurzer Hand zu stoppen, kam für Špiljak nicht in Betracht, da schonzu viele Personen davon wussten und seine innenpolitischen Gegner ein Eingreifen gegen ihn verwendet hätten. Deshalb betrieb Mika Špiljak die Ermordung Đureković’s. 
(S. 20.)

Leiter der Militärpolizei Mate Laušić und sein Chef, Staatssekretär Verteidigungsministerium für die Sicherheit Josip Perković



Weiter erläuterte der Angeklagte, dass er während des Krieges um die Unabhängigkeit Kroatiens Anfang der 1990er Jahre mehrere Hilfslieferungen für Kroatien insbesondere für die Bevölkerung seiner Heimatstadt V. organisiert habe. Er sei darin von seinem früheren Führungsoffizier Josip Perković, (unten ll.6.b.bb.) logistisch unterstützt worden. So sei er selbst mehrmals in den Jahren 1991/1992 nach Kroatien mit einem Hilfskonvoi gefahren; Perković habe Passierscheine und bewaffnete Begleitung organisiert. Auch habe er in dieser Zeit kroatische Kriegsflüchtlinge in seinem „Bunker” in G. beherbergt und Angelegenheiten für diese erledigt. 
(S. 31.)

Im April 1990 wurde Perković Untersekretär und damit politischer Leiter des SDS und wenig später stellvertretender Verteidigungsminister Kroatiens. Aufgrund eines Wechsels der politischen Führung wurde er im Jahr 1992 aus diesen Ämtern entlassen, im Jahr 1993 aber wieder als Sicherheitsberater im Verteidigungsministerium beschäftigt. Seit Ende 1997 übt Perković keine offiziellen Funktionen mehr aus. Zurzeit lebt er als Rentner in Zagreb. Sein Sohn Saša ist Berater des derzeit amtierenden kroatischen Staatspräsidenten Mesić in Sicherheitsfragen. 
(S. 13.)

Schweizer INA Špiljak
Mika und Vanja Špiljak



Ein solcher Verein beschäftige ihn bis heute. Nach seiner Entlassung als Parlamentssekretär habe er erfahren, dass der amtierende Staatspräsident Mesić seine Entlassung verlangt habe, weil er in seiner ersten Vernehmung vor dem Senat im April 2006 auch den Namen des Sohnes von Josip Perković, Saša Perković, genannt habe Dieser sei Sicherheitsberater von Staatspräsident Mesić. An den geschilderten Umständen seiner Entlassung könne man erkennen, wie die alten Machtstrukturen noch funktionierten.
(S. 72.)

 

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